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Solinger Morgenpost  16.01.2003
Jürgen Isermann ist Vater eines behinderten Kindes und Vorsitzender von "Gemeinsam leben lernen"

Gemeinsame Schritte stärken Eltern

(RP). Jürgen Isermann ist Vater zweier Söhne. Der Jüngste ist acht, geht in die Klasse drei der Grundschule. Sein ältestes Kind ist elf und lernt zusammen mit behinderten und nicht behinderten Schülern in der Integrationsklasse der Hauptschule Ohligs. Der Junge hat das Down-Syndrom.

Sein Vater ist Vorsitzender des Integrationsvereins "Gemeinsam leben lernen". Jürgen Isermann weiß nur zu gut, wie wichtig es ist, für Behinderte zu kämpfen. "Man muss die Belange ständig erwähnen, sonst werden sie wieder hinten angestellt."

Hochmotivierte Lehrer
Ein Beispiel ist der gemeinsame Unterricht, der maßgeblich von dem Verein angestoßen wurde. "Wir haben hochmotivierte Lehrer", sagt er und freut sich, dass die integrativen Klassen in der Grundschule schon zum Selbstläufer geworden sind. Wenn es aber um die Fortsetzung in Klasse 5 einer weiterführenden Schule geht, bedeutet das nach seinen Worten für die Eltern noch immer eine Zitterpartie. "Jedes Jahr wird eine neue Schule gesucht."

Bis jetzt ist jedenfalls noch nicht entschieden, wo nach den Sommerferien eine Integrationsklasse 5 entsteht. "Wir würden uns das auch einmal an einer Gesamtschule wünschen." Jürgen Isermann, der Kämpfer auf der Seite behinderter Kinder, hat Oberbürgermeister Franz Haug erinnert, bei den bildungspolitischen Konsensgesprächen am Freitag an diese Schüler zu denken.

"Wir haben die Chance, die Schullandschaft zu verändern." Sein Wunsch: Den gemeinsamen Unterricht in der Sekundarstufe I, also in den Klassen 5 bis 10, zu einer festen, kalkulierbaren Einrichtung zu machen. "In einem modern geführten Haus des Lernens sind auch behinderte Kinder untergebracht." Jürgen Isermann sprechen die neuen Überlegungen zu mehr Zusammenarbeit unter den Schulen jedenfalls aus dem Herzen. Das seien wunderbare Vorstellungen, betont er.

Gemeinsam stark
Begeistert ist er denn auch vom Kooperationsmodell der Hauptschule Central, der Gesamtschule Wald und dem Gymnasium Schwertstraße. Ziel ist, mehr Haupt- und Realschüler als Seiteneinsteiger in die Oberstufe und zum Abitur zu bringen.

"Gemeinsam leben lernen" hat 170 Mitglieder. "Nur gemeinsam sind wir stark!" Dies hat Isermann bei der Arbeit im Verein immer wieder erlebt. "Wenn Eltern zusammen halten, können sie auch etwas bewirken."

Am Samstag, 25. Januar, lädt der Verein zu einem integrativen Reitnachmittag nach Oberburg ein. Das ist wieder ein Schritt auf dem Weg zum Zusammenhalt unter den Vätern und Müttern.

Von GÜNTER TEWES

 



 © 2017: Michael Kotthaus

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 17.11.2018