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Solinger Tageblatt 23.06.2007

Zu wenig Lehrer für gute Idee

INTEGRATIVE KLASSEN
Eltern sorgen sich um Fortführung an Hauptschulen


An den Grundschulen, wie hier an der Grundschule Klauberg, läuft die integrative Arbeit behinderter und nichtbehinderter Kinder erfolgreich. Archivfoto: Beier

Eigentlich wollte der Verein „Gemeinsam Leben Lernen“ sich darum bemühen, den gemeinsamen Unterricht von behinderten und nicht- behinderten Kindern in Solingen weiter auszubauen, neue Schulen im Bereich Sekundarstufe I zu finden, die die Arbeit der Grundschulen fortführen. „Stattdessen müssen wir jetzt um die seit Jahren hart erkämpften Standards bangen“, kritisiert Michael Kotthaus, der den Vorsitz des Vereins im vergangenen Jahr von dem langjährigen Vorsitzenden Jürgen Isermann übernommen hat.

Integrative Klassen an Hauptschulen seit 2000

An den Hauptschulen Höhscheid und Ohligs, die seit dem Jahr 2000 abwechselnd integrative Klassen eingerichtet haben, fehlen Sonderpädagogen, die gemeinsam mit den Hauptschullehrern die Klasse unterrichten. „Für den Nachmittagsunterricht bis 16 Uhr sind gar keine Stunden für Sonderpädagogen vorgesehen, außerdem fehlen Sonderpädagogen für das kommende fünfte Schuljahr“, bedauert die zweite Vorsitzende Karin Weise-Schmidt.

„Tatsächlich wurden die personellen Rahmenbedingungen für die integrativen Klassen vom Land geändert“, bedauert auch Udo Depping, Leiter des Stadtdienstes Schule, der in Gesprächen mit den Schulen nach Lösungen sucht. Statt einer Sonderpädagogen- und einer Klassenlehrerstelle werden jetzt nur noch 0,8 Stellen Sonderpädagogen und 0,7 Stellen Klassenlehrer zugewiesen.

Hinzu kommt, dass an der Hauptschule Höhscheid, die Sonderpädagogen-Stelle für das neue fünfte Schuljahr gar nicht besetzt ist. „Die Stelle soll aber keinesfalls eingespart werden, man sucht halt händeringend nach einer geeigneten Kraft“, versichert Depping.

Mit der vorgeschlagenen Behelfs-Lösung sind weder Eltern noch die Schulen wirklich zufrieden. „Idee ist, dass die Diesterwegschule als Förderschule der Hauptschule Höhscheid 15 Lehrerstunden, verteilt auf drei Lehrer, zur Verfügung stellen soll. Von der Bezugsperson, die für die Kinder so wichtig ist, kann da keine Rede sein“, kritisiert Karin Weise-Schmidt.

Und dabei laufe die integrative Arbeit in den Kindergärten, den Grundschulen Klauberg, Westersburg und Gottlieb-Heinrich-Straße sowie an den Hauptschulen so erfolgreich. „Das darf man nicht gefährden.“ ( sith)

 

 © 2017: Michael Kotthaus

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 21.07.2018